Nachdem die Wurzelkinder in der letzten Woche im Rahmen des Projektes „Unsere Erde“ Mineralien und Edelsteine bestaunt haben, stand diese Woche ein Ausflug in den Steinbruch in Lindlar an. Wie bitte? Was wird dort abgebaut? Au Backe? Graubacke? Nein – Grauwacke! Ein Sandstein der seit über 300 Jahren in Lindlar abgebaut und der z. B. für die Herstellung von Bodenplatten und Pflastersteinen bekannt ist.

Im Steinbruch angekommen, wurden die Wurzelkinder von Herrn Fuchs in Empfang genommen und in eine alte Schmiede geführt. Hier hat Herr Fuchs den Kindern erklärt, wie Lindlar vor 380 Millionen Jahren aussah. Das kann man sich kaum vorstellen! Lindlar war umgeben von einem flachen, tropisch warmen Meer. Zu dieser Zeit entstand der Sandstein, den man in dem Lindlarer Steinbrüchen findet. Auch Fossilien, die in diesem Stein gefunden wurden, konnten die Kinder bestaunen.

Nach diesen Informationen wurde erstmal gefrühstückt und dann bekam jedes Kind einen Hammer und einen Meißel. Da in dem Steinbruch noch gearbeitet wird, konnten die Kinder riesengroße Baumaschinen sehen, deren Räder doppelt so groß wie die Kinder waren.

Dann ging es weiter auf dem Bergbaugelände – mit „Matsch ohne Ende“ bis zu einem riesengroßen Felsbrocken. Hier zeigte Herr Fuchs den Kindern, wie man mit Hammer und Meißel umgeht. Schutzbrillen aufgesetzt und dann begannen die Kinder selbst Steine zu hacken und durften diese auch mit nach Hause nehmen.

Nachdem die kleinen Bergarbeiter mit großer Ausdauer Steine abgebaut und nebenbei noch leckere Walderdbeeren genascht haben, ging es zurück in eine Halle wo die Steine gewaschen wurden. Außerdem gab es dort eine riesengroße Säge, die computergesteuert über Nacht große Felsbocken durchsägen kann. Auch eine kleine Ausstellung über die Tier- und Pflanzenwelt gab es noch zu besichtigen.

Ausgesehen haben die Kinder nach diesem Abenteuer im Steinbruch wie die „Erdferkel“. Glücklicherweise zeigte Herr Fuchs den Kindern, dass man in der Halle nicht nur Steine, sondern auch Schuhe säubern kann.

Müde und mit den Taschen voller Graubacke – ach nein – Grauwacke ging es zurück nach Much in den Purzelbaum.